Die Taube, griech. peristera, lat. columba,
kam mit Beginn des 5. Jahrtausends von den syrischen Küsten zu den Griechen.
Sie wurde schon früh gezüchtet, auch von der ärmeren Bevölkerung. Für
Homer war sie das Bild des Flüchtigen und Furchtsamen. Im Orakel
von Dodona spielte die Taube eine dämonisch weissagende Rolle.
Erstmalig etwa 4.000 v. Chr. sind Tauben als Überbringer von Botschaften belegt.
Die Römer lernten sie auf Sizilien von den Griechen kennen und nahmen
sie ebenfalls in Zucht (Errichtung von Columbaria, Taubenschlägen).
Von Italien aus kam die Taube nach ganz Europa. Sie galt immer als
Symbol der Schöpfung und des Friedens. Weil Tauben monogam leben und Taubenpärchen behutsam und zärtlich miteinander umgehen gelten sie auch als
Symbol für Liebespaare. Sie sind deshalb Wahrzeichen der Liebesgöttin
Aphrodite.
Original im Archäologischen Nationalmuseum Athen, 480-460 v. Chr.
Replik in Größe und Material originär.